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Der KPOR30 ist eine doppeltwirkende Dichtung zur Abdichtung von Kolben in mobilen und stationären Hydraulikanwendungen. Das Profil ist für eine Druckbelastung von beiden Seiten ausgelegt.
Die Kolbendichtung besitzt eine symmetrische Konstruktion und einen festen Sitz am Innendurchmesser. Die Kombination aus PTFE-Grundelement und NBR O-Ring bildet die vollständige Dichtungskonstruktion.
Das Grundelement des KPOR30 besteht aus bronzegefülltem PTFE. Der O-Ring, der als Dichtungs- und Vorspannelement dient, besteht aus NBR.
Auf der Dichtfläche befinden sich Druckausgleichsnuten. Zusätzlich besitzt das Profil seitliche Druckentlastungskerben, die schnelle Änderungen von Druck und Bewegungsrichtung unterstützen.
Der KPOR30 ist eine doppeltwirkende Kolbendichtung und kann deshalb von beiden Seiten mit Druck beaufschlagt werden. Diese Eigenschaft macht das Profil für hydraulische Anwendungen geeignet, bei denen die Druckrichtung während des Betriebs wechseln kann.
Der O-Ring sorgt für die Vorspannung des PTFE-Grundelements. Durch die symmetrische Konstruktion kann die Dichtung in beiden Druckrichtungen funktionieren.
Die Druckausgleichsnuten auf der Dichtfläche ermöglichen schnelle Druckwechsel. Laut Datenblatt verhindern diese Nuten außerdem den Aufbau von Schleppdruck.
Die seitlichen Druckentlastungskerben unterstützen schnelle Änderungen von Druck und Bewegungsrichtung. Diese Merkmale sind funktionelle Bestandteile des KPOR30-Profils.
Laut Datenblatt bietet der KPOR30 auch bei niedrigen Geschwindigkeiten eine geringe Reibung. Die Dichtung weist außerdem keinen Stick-Slip-Effekt auf.
Das Profil besitzt eine hohe Verschleißfestigkeit und eignet sich für Trockenlauf und Mangelschmierung. Die Eignung unter diesen Bedingungen muss in Verbindung mit den weiteren Einsatzgrenzen beurteilt werden.
Die hydraulische KPOR30 Kolbendichtung ist für die mobile und stationäre Hydraulik vorgesehen. Die zuverlässige Konstruktion besitzt ein breites Anwendungsspektrum und eignet sich für mittelschwere Anwendungen in der allgemeinen Industrie.
Das Profil toleriert eine höhere Oberflächenrauheit des Nutgrunds und eignet sich für Hochtemperaturanwendungen. Weitere genannte Vorteile sind geringe Reibung, eine hohe Verschleißfestigkeit, schnelle Druck- und Richtungswechsel sowie eine hohe Extrusionssicherheit.
Laut Datenblatt bietet der KPOR30 ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und wird von zertifizierten externen Lieferanten gefertigt.
Das Grundelement des KPOR30 besteht aus bronzegefülltem PTFE. Der O-Ring für Abdichtung und Vorspannung besteht aus NBR.
Bei der Auswahl müssen beide Werkstoffe in Verbindung mit dem verwendeten Medium, der Temperatur, dem Druck, der Gleitgeschwindigkeit, den Schmierungsbedingungen und dem verfügbaren Einbauraum beurteilt werden.
Der KPOR30 eignet sich für Hydrauliköle nach DIN 51524 Teil 1-3 und für Schmieröle. Die Kolbendichtung kann außerdem mit Schmierfetten auf Mineralölbasis verwendet werden.
Zu den angegebenen Medien gehören auch die schwer entflammbaren Hydraulikflüssigkeiten HFA, HFB und HFC nach VCMA 24317. Bei der Auswahl ist zu prüfen, ob das verwendete Medium sowohl für das PTFE-Grundelement als auch für den NBR O-Ring geeignet ist.
Für die hydraulische KPOR30 Kolbendichtung gilt ein Temperaturbereich von -30 bis +100 °C. Die maximale Gleitgeschwindigkeit beträgt 15 m/s und der maximal zulässige Druck beträgt 40 MPa.
Bei den angegebenen Einsatzgrenzen handelt es sich um Maximalwerte, die möglicherweise nicht alle gleichzeitig erreicht werden können. Die Eignung der Dichtung muss deshalb anhand der vollständigen Kombination aus Temperatur, Druck, Gleitgeschwindigkeit, Medium, Schmierung und Einbaubedingungen beurteilt werden.
Aktuelle Informationen zu Zulassungen und Zertifikaten enthält das für den jeweiligen Werkstoff gültige Werkstoffdatenblatt. Diese Informationen hängen von der spezifischen Mischung ab und können daher im Produktdatenblatt nicht vollständig aufgeführt werden.
Das Zylindergehäuse und der Kolben müssen mit Fasen versehen werden, um Beschädigungen der Dichtung zu vermeiden. Länge und Winkel dieser Montagefasen müssen der Einbauraumzeichnung entsprechen.
Für die Nutflanken gilt eine Oberflächenrauheit von Ra ≤ 3 µm. Der Nutgrund muss eine Oberflächenrauheit von Ra ≤ 1,8 µm aufweisen. Für die Gegenlauffläche gilt eine Oberflächenrauheit von Ra ≤ 0,3 µm.
Bei kleinen Durchmessern ist ein axial zugänglicher Einbauraum erforderlich. Innerhalb eines begrenzten Abmessungsbereichs ist die Montage in halb offenen oder geschlossenen Einbauräumen möglich.
Scharfe Kanten müssen entgratet und mit nahtlosen Fasen und Radien versehen werden. Der Einbauraum ist vor der Montage sorgfältig zu reinigen. Staub, Schmutz, Metallspäne und andere Verunreinigungen müssen entfernt werden. Verwenden Sie bei Bedarf eine Montagehülse.
Bei der Montage in einem geschlossenen Einbauraum muss das PTFE-Teil vorgewärmt werden. Anschließend kann die Dichtung nierenförmig verformt werden, um sie schnell und einfach zu montieren.
Fetten Sie die Kolbendichtung ein, bevor der Zylinder montiert wird. Rollen Sie den O-Ring nicht über die Montageflächen und verdrehen Sie ihn beim Einrasten in die Nut nicht. Die Dichtung darf nicht geknickt werden und muss nach der Montage kalibriert werden.
Der KPOR30 muss bei einer Temperatur unter 25 °C gelagert werden. Direkte Wärmequellen, direkte Sonneneinstrahlung und Kondenswasserbildung im Lagerraum sind zu vermeiden. Die Dichtung darf weder Ozon noch ionisierender Strahlung ausgesetzt werden.
Die Lagerungsempfehlungen basieren op der Revision der ISO 2230 vom 16.09.1992. Bei der Lagerung sind alle genannten Umgebungsbedingungen zu beachten.
Prüfen Sie bei der Auswahl einer hydraulischen KPOR30 Kolbendichtung zunächst die erforderlichen Abmessungen, den verfügbaren Einbauraum und die doppeltwirkende Druckbelastung. Prüfen Sie außerdem, ob die Druckausgleichsnuten und Druckentlastungskerben für die erforderlichen Druck- und Richtungswechsel geeignet sind.
Berücksichtigen Sie anschließend den Temperaturbereich von -30 bis +100 °C, die maximale Gleitgeschwindigkeit von 15 m/s und den maximalen Druck von 40 MPa. Diese Werte können möglicherweise nicht alle gleichzeitig erreicht werden. Prüfen Sie zusätzlich das Medium, die Schmierungsbedingungen, die Oberflächenanforderungen, die Montagebedingungen und mögliche mischungsabhängige Zulassungen.