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Die N05 ist ein symmetrischer Nutring für Hydrauliksysteme und Standardzylinder. Durch die symmetrische Profilform kann dieselbe Dichtung abhängig von der Einbauposition als Stangendichtung oder als Kolbendichtung verwendet werden.
Das Profil ist einfachwirkend und für eine einseitige Druckbelastung vorgesehen. Bei der Montage muss die Dichtung deshalb auf die Seite ausgerichtet werden, von der aus der Hydraulikdruck wirkt.
Beim Einsatz als Stangendichtung wird die N05 um die bewegliche Kolbenstange montiert. Das symmetrische Profil ermöglicht diese Anwendung, ohne dass dafür eine separate Profilausführung erforderlich ist.
Auch in dieser Anwendung bleibt die N05 eine einfachwirkende Dichtung. Die Abmessungen, Druckrichtung, Nutgestaltung und Oberflächenqualität der Gegenlauffläche müssen deshalb zur gewählten Einbauposition passen.
Beim Einsatz als Kolbendichtung wird die N05 auf dem Kolben montiert. Das Profil bewegt sich dann zusammen mit dem Kolben durch das Zylindergehäuse und dichtet bei einseitiger Druckbelastung ab.
Für diese Anwendung schreibt das Datenblatt vor, dass die Kolbendichtung vor der Montage des Zylinders gefettet wird. Der Raum zwischen den Dichtlippen kann zu ungefähr 40% mit Fett gefüllt werden.
Die N05 besitzt eine kompakte, symmetrische Profilform mit einer zurückgesetzten Dichtlippe. Der Dichtungsbereich besteht aus NBR. Die Rückseite der Dichtung ist mit einer Kombination aus Baumwollgewebe und NBR verstärkt.
Der gewebeverstärkte Bereich ist ein funktionaler Bestandteil des Profils. Er verhindert Spaltextrusion und reduziert die Reibung beim Einsatz als Stangen- oder Kolbendichtung.
Die symmetrische Form ist ein kennzeichnendes Merkmal der N05. Dadurch kann das Profil abhängig von der Einbausituation zur Abdichtung einer Kolbenstange oder eines Kolbens verwendet werden.
In beiden Fällen bleibt die N05 eine einfachwirkende Dichtung für einseitige Druckbelastung. Die Einbaurichtung muss deshalb immer auf die Druckseite abgestimmt werden.
Die Rückseite der N05 besteht aus einer Kombination aus Baumwollgewebe und NBR. Der Gewebebereich verhindert, dass das Material in den Dichtspalt gepresst wird, und unterstützt damit die hohe Extrusionssicherheit des Profils.
Zusätzlich reduziert der Gewebebereich die Reibung. Die Kombination aus dem NBR-Dichtungsbereich und der verstärkten Rückseite bildet den vollständigen Materialaufbau der N05.
Der N05 Nutring ist für hydraulische Anwendungen und Standardzylinder vorgesehen. Das Profil besitzt ein breites Anwendungsspektrum und wird als zuverlässige Konstruktion für mittelschwere Anwendungen in der allgemeinen Industrie beschrieben.
Zu den genannten Vorteilen gehören eine ausgezeichnete Dichtwirkung, auch im Niederdruckbereich, eine einfache Schnappmontage und eine hohe Extrusionssicherheit. Darüber hinaus bietet die N05 ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und wird von zertifizierten externen Lieferanten hergestellt.
Der Dichtungsbereich der N05 besteht aus NBR. Für die verstärkte Rückseite wird eine Kombination aus Baumwollgewebe und NBR verwendet. Die Materialbereiche erfüllen innerhalb des Profils jeweils eine eigene Funktion.
Der NBR-Bereich übernimmt die Dichtfunktion, während der Gewebebereich Spaltextrusion verhindert und die Reibung reduziert. Bei der Auswahl müssen diese Werkstoffe in Kombination mit Temperatur, Druck, Gleitgeschwindigkeit und Medium beurteilt werden.
Die N05 ist für Hydrauliköle nach DIN 51524 Teil 1-3 und für Schmieröle geeignet. Darüber hinaus kann die Dichtung mit Schmierfetten auf Mineralölbasis eingesetzt werden.
Außerdem werden die schwer entflammbaren Hydraulikflüssigkeiten HFA, HFB und HFC nach VCMA 24317 genannt. Prüfen Sie bei der Auswahl, ob das verwendete Medium innerhalb der angegebenen Medienbeständigkeit des Compounds liegt.
Für die N05 gilt ein Temperaturbereich von -30 bis +100 °C. Die maximale Gleitgeschwindigkeit beträgt 0,5 m/s und der maximal zulässige Druck liegt bei 20 MPa.
Die angegebenen Einsatzgrenzen sind Maximalwerte und können möglicherweise nicht gleichzeitig erreicht werden. Die Eignung muss deshalb anhand der vollständigen Kombination aus Temperatur, Druck, Gleitgeschwindigkeit, Medium und Einbaubedingungen bewertet werden.
Aktuelle Informationen zu Zulassungen und Zertifikaten sind dem gültigen Materialdatenblatt des verwendeten Werkstoffs zu entnehmen. Diese Angaben hängen vom jeweiligen Compound ab.
Das Zylindergehäuse und die Kolbenstange oder der Kolben müssen mit Fasen versehen werden, um Beschädigungen der Dichtung zu vermeiden. Länge und Winkel dieser Montagefasen müssen der Einbauraumzeichnung entsprechen.
Für die Nutflanken gilt eine Oberflächenrauheit von Ra ≤ 3 µm. Der Nutgrund muss eine Oberflächenrauheit von Ra ≤ 1,8 µm aufweisen. Für die Gegenlauffläche gilt eine Oberflächenrauheit von Ra ≤ 0,4 µm.
Die N05 muss in einer axial offenen Nut montiert werden. Scharfe Kanten müssen entgratet und mit nahtlosen Fasen und Radien versehen werden. Reinigen Sie den Einbauraum vor der Montage sorgfältig und entfernen Sie Staub, Schmutz, Metallspäne und andere Verunreinigungen.
Ziehen Sie die Dichtung nicht über scharfe Kanten, Gewindeenden oder Aussparungen wie Passfedernuten. Verwenden Sie bei Bedarf eine Montagehülse, um das Profil zu schützen. Durch Erwärmen der Dichtung in Öl auf 80 °C wird das Material elastischer und die Montage erleichtert.
Beim Einsatz als Kolbendichtung muss die N05 vor der Montage des Zylinders gefettet werden. Der Raum zwischen den Dichtlippen kann zu ungefähr 40% mit Fett gefüllt werden.
Lagern Sie die N05 bei einer Temperatur unter 25 °C. Vermeiden Sie direkte Wärmequellen, direkte Sonneneinstrahlung und Kondenswasserbildung im Lagerraum.
Die Dichtung darf weder Ozon noch ionisierender Strahlung ausgesetzt werden. Die Lagerungsempfehlungen basieren auf der Revision der ISO 2230 vom 16.09.1992.
Prüfen Sie zunächst die erforderlichen Abmessungen und bestimmen Sie, ob die N05 als Stangendichtung oder als Kolbendichtung verwendet wird. Stimmen Sie anschließend die Einbaurichtung auf die einseitige Druckbelastung ab und prüfen Sie, ob eine axial offene Nut verfügbar ist.
Berücksichtigen Sie außerdem den Temperaturbereich von -30 bis +100 °C, die maximale Gleitgeschwindigkeit von 0,5 m/s und den maximalen Druck von 20 MPa. Diese Werte können möglicherweise nicht gleichzeitig erreicht werden. Prüfen Sie auch das Medium, die Oberflächenanforderungen, die Montagebedingungen und mögliche compoundspezifische Zulassungen.