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Der AD60 ist ein doppeltwirkender Abstreifer für Kurzhubzylinder mit hohen Gleitgeschwindigkeiten und hohen Hubfrequenzen. Die Abstreifkante entfernt Schmutz und andere Verunreinigungen von der Kolbenstange, wenn diese in den Zylinder einfährt. Dadurch trägt das Profil dazu bei, das Eindringen von Verunreinigungen von außen in den Einbauraum zu verhindern.
Eine zweite Lippe reduziert den Restölfilm auf der Oberfläche der Kolbenstange. Der AD60 kombiniert somit das Entfernen von Schmutz mit der Verringerung des Restöls. Das mehrteilige Profil besteht aus einem Grundelement aus PTFE-Bronze und einem O-Ring aus NBR.
Das Grundelement des AD60 besteht aus PTFE-Bronze und besitzt eine Dicht- und Abstreifkante. Ein separater O-Ring aus NBR dient als Dichtungs- und Vorspannelement. Ein metallischer Winkelring ist nicht vorhanden.
Der O-Ring spannt das Grundelement aus PTFE-Bronze vor. Laut Datenblatt sorgt diese Vorspannung für statische Dichtheit. Die Kombination aus Grundelement und O-Ring bildet damit sowohl die dynamisch funktionierenden Lippen als auch die statische Abdichtung im Einbauraum.
Beim Einfahren der Kolbenstange entfernt die Abstreifkante Verunreinigungen von der Stangenoberfläche. Die zweite Lippe reduziert den Restölfilm. Aufgrund dieser Kombination wird der AD60 im Datenblatt als doppeltwirkender Abstreifer bezeichnet.
Für die Rückführung des Restöls wird eine Druckentlastungsbohrung empfohlen. Die Vorspannung durch den NBR O-Ring unterstützt außerdem die statische Dichtheit. Laut Datenblatt kombiniert das Profil gute Abstreifeigenschaften mit geringer Reibung und zeigt keinen Stick-Slip-Effekt.
Der AD60 eignet sich für Kurzhubzylinder mit hohen Gleitgeschwindigkeiten und einer hohen Hubfrequenz. Die maximale Gleitgeschwindigkeit beträgt 15 m/s. Die Kombination aus geringer Reibung und dem fehlenden Stick-Slip-Effekt unterstützt den Einsatz bei schnellen, wiederholten Bewegungen.
Das Datenblatt beschreibt den AD60 außerdem als zuverlässige Konstruktion mit einem breiten Anwendungsspektrum für mäßig anspruchsvolle Anwendungen in der allgemeinen Industrie. Das Profil besitzt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und wird von zertifizierten externen Lieferanten hergestellt.
Der AD60 besteht aus zwei separaten Werkstoffkomponenten. Das funktionelle Grundelement mit den Dicht- und Abstreifkanten ist aus PTFE-Bronze gefertigt. Der O-Ring, der für die Abdichtung und Vorspannung sorgt, besteht aus NBR.
Bei der Auswahl müssen beide Komponenten als Bestandteil des vollständigen Profils beurteilt werden. Für den AD60 gelten ein Temperaturbereich von -30 bis +100 °C und eine Gleitgeschwindigkeit von maximal 15 m/s. Laut Datenblatt können die Maximalwerte möglicherweise nicht gleichzeitig erreicht werden.
Der AD60 ist gegenüber Hydraulikölen nach DIN 51524 Teil 1 bis 3, Schmierölen und Schmierfetten auf Mineralölbasis beständig. Das Profil kann außerdem mit den schwer entflammbaren Hydraulikflüssigkeiten HFA, HFB und HFC nach VCMA 24317 verwendet werden.
Das Datenblatt nennt auch Heißluft und Dampf bei der Medienbeständigkeit. Bei der Auswahl muss das Medium gemeinsam mit dem Temperaturbereich, der Gleitgeschwindigkeit und den weiteren Betriebsbedingungen beurteilt werden.
Die zulässige Betriebstemperatur des AD60 liegt zwischen -30 und +100 °C. Die maximale Gleitgeschwindigkeit beträgt 15 m/s. Bei diesen Angaben handelt es sich um Maximalwerte, die laut Datenblatt möglicherweise nicht gleichzeitig erreicht werden können.
Temperatur und Gleitgeschwindigkeit dürfen daher nicht getrennt vom Medium, der Hublänge und der Hubfrequenz beurteilt werden. Auch die Abmessungen, der Einbauraum und die Oberflächen von Kolbenstange und Nut müssen für das mehrteilige Profil geeignet sein.
Aktuelle Informationen über Zulassungen und Zertifikate müssen im Materialdatenblatt des jeweiligen Werkstoffs geprüft werden. Diese Angaben hängen von der spezifischen Mischung ab.
Das Zylindergehäuse und die Kolbenstange beziehungsweise der Kolben müssen mit Einführschrägen versehen sein, um Beschädigungen während der Montage zu vermeiden. Länge und Winkel dieser Einführschrägen müssen der zugehörigen Einbauraumzeichnung entsprechen.
Für die Oberflächenrauheit der Kolbenstange gelten die Vorgaben der verwendeten Dichtung. Die Nutflanken für den AD60 dürfen eine maximale Oberflächenrauheit von Ra 4 µm aufweisen. Für den Nutgrund gilt eine maximale Oberflächenrauheit von Ra 2,5 µm.
Bei kleinen Durchmessern ist ein axial zugänglicher Einbauraum erforderlich. Scharfe Kanten müssen entgratet und die Bauteile mit nahtlosen Einführschrägen und Radien versehen werden. Der Einbauraum ist sorgfältig zu reinigen. Staub, Schmutz, Metallspäne und andere Verunreinigungen müssen entfernt werden.
Bei der Montage in einem geschlossenen Einbauraum muss das PTFE-Teil vorgewärmt werden. Dadurch kann das Profil nierenförmig verformt und montiert werden. Die Dichtung darf dabei nicht geknickt werden. Der O-Ring darf nicht über die Montageflächen gerollt und beim Einrasten in die Nut nicht verdreht werden. Nach der Montage muss die Dichtung kalibriert werden.
Der AD60 muss bei einer Temperatur unter 25 °C gelagert werden. Während der Lagerung darf der Abstreifer keinen direkten Wärmequellen und keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Kondensation im Lagerraum muss ebenfalls vermieden werden.
Das Produkt muss außerdem vor Ozon und ionisierender Strahlung geschützt werden. Die Lagerungsempfehlungen im Datenblatt basieren auf der Überarbeitung der ISO 2230 vom 16. September 1992.
Bei der Auswahl eines AD60 müssen zunächst die erforderlichen Abmessungen und die Zugänglichkeit des Einbauraums geprüft werden. Anschließend ist zu beurteilen, ob das Grundelement aus PTFE-Bronze und der NBR O-Ring für das Medium geeignet sind und ob der Temperaturbereich von -30 bis +100 °C und die maximale Gleitgeschwindigkeit von 15 m/s zu den Betriebsbedingungen passen.
Darüber hinaus müssen die Hublänge, Hubfrequenz, beide funktionellen Lippen, die Vorspannung durch den O-Ring und die empfohlene Druckentlastungsbohrung für die Rückführung des Restöls berücksichtigt werden. Auch die Einführschrägen, Oberflächenrauheit und erforderlichen Montage- und Kalibrierschritte sind zu prüfen. Wenn eine bestimmte Zulassung oder Zertifizierung erforderlich ist, muss diese separat für die betreffende Mischung festgestellt werden.