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Die SNI35 ist ein asymmetrischer Nutring, der speziell zur Abdichtung beweglicher Kolbenstangen entwickelt wurde. Die Dichtung wird um die Kolbenstange montiert und verhindert, dass Hydraulikmedium entlang der Stange nach außen austritt.
Das Profil ist einfachwirkend und für eine einseitige Druckbelastung vorgesehen. Die Einbaurichtung muss deshalb auf die Seite abgestimmt werden, von der aus der Hydraulikdruck wirkt.
Die SNI35 besitzt ein asymmetrisches Profil mit festem Sitz am Außendurchmesser. Zusätzlich verfügt die Dichtung über eine Stütz- und Dichtkante.
Dieser Profilaufbau unterstützt die statische und dynamische Abdichtung an der Kolbenstange. Das Profil besteht aus TPU und weist eine hohe Verschleißfestigkeit auf.
Die SNI35 ist eine einfachwirkende Stangendichtung. Das Profil ist somit darauf ausgelegt, Hydraulikdruck aus einer Richtung abzudichten.
Beim Einbau muss die Dichtseite zur Druckseite ausgerichtet werden. Die korrekte Einbaurichtung ist erforderlich, damit das Profil seine vorgesehene Dichtwirkung erreicht.
Die zusätzliche Stütz- und Dichtkante schützt den Dichtungsbereich vor dem Eindringen von Schmutz. Dadurch wird die Stelle zusätzlich geschützt, an der sich die Kolbenstange in den Zylinder hinein- und herausbewegt.
Die Stütz- und Dichtkante ist ein integrierter Bestandteil des asymmetrischen Profils. Ihre Funktion setzt eine saubere Kolbenstange und eine geeignete Oberflächenbeschaffenheit voraus.
Mit zunehmendem Hydraulikdruck wird das SNI35 Profil stärker gegen die relevanten Dichtflächen gedrückt. Dadurch nimmt die Dichtwirkung beim Druckaufbau zu.
Diese druckabhängige Funktion unterstützt den Einsatz der SNI35 als Stangendichtung in Hydrauliksystemen mit einseitiger Druckbelastung.
Die SNI35 kann als Einzeldichtung an der Kolbenstange eingesetzt werden. Das Profil verbindet die primäre Dichtfunktion mit dem Schutz durch die zusätzliche Stütz- und Dichtkante.
Bei der Auswahl ist zu prüfen, ob dieser Profilaufbau zur Druckrichtung, zum Einbauraum und zu den Betriebsbedingungen des Zylinders passt.
Die SNI35 ist für die Mobilhydraulik und für Baumaschinen vorgesehen. Das Profil besitzt ein breites Anwendungsspektrum und ist für mittelschwere Anwendungen in der allgemeinen Industrie ausgelegt.
Zu den Produktvorteilen gehören eine gute statische und dynamische Dichtwirkung, eine hohe Verschleißfestigkeit und eine einfache Schnappmontage mit Montagewerkzeug. Darüber hinaus bietet die SNI35 ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und wird von zertifizierten externen Lieferanten hergestellt.
Die SNI35 wird aus TPU gefertigt. Dieser Werkstoff unterstützt die hohe Verschleißfestigkeit sowie die statische und dynamische Dichtwirkung des Profils.
Bei der Werkstoffbewertung müssen Temperatur, Druck, Gleitgeschwindigkeit und eingesetztes Medium gemeinsam berücksichtigt werden. Auch compoundspezifische Zulassungen sind bei der Auswahl zu beachten.
Die SNI35 ist für Hydrauliköle nach DIN 51524 Teil 1-3 und für Schmieröle geeignet. Darüber hinaus kann die Dichtung mit Schmierfetten auf Mineralölbasis eingesetzt werden.
Außerdem werden die schwer entflammbaren Hydraulikflüssigkeiten HFA, HFB und HFC nach VCMA 24317 genannt. Prüfen Sie, ob das verwendete Medium innerhalb der angegebenen Medienbeständigkeit des Werkstoffs liegt.
Für die SNI35 gilt ein Temperaturbereich von -30 bis +100 °C. Die maximale Gleitgeschwindigkeit beträgt 0,5 m/s und der maximal zulässige Druck liegt bei 40 MPa.
Diese Angaben sind maximale Einsatzgrenzen und können möglicherweise nicht gleichzeitig erreicht werden. Die Eignung muss deshalb anhand der vollständigen Kombination aus Temperatur, Druck, Gleitgeschwindigkeit, Medium und Einbaubedingungen bewertet werden.
Aktuelle Informationen zu Zulassungen und Zertifikaten sind dem gültigen Materialdatenblatt des verwendeten Werkstoffs zu entnehmen. Diese Angaben hängen vom jeweiligen Compound ab und können deshalb nicht für jede Ausführung vollständig aufgeführt werden.
Das Zylindergehäuse und die Kolbenstange müssen mit Fasen versehen werden, um Beschädigungen der Stangendichtung zu vermeiden. Länge und Winkel dieser Montagefasen müssen der Einbauraumzeichnung entsprechen.
Für die Nutflanken gilt eine Oberflächenrauheit von Ra ≤ 3 µm. Der Nutgrund muss eine Oberflächenrauheit von Ra ≤ 1,8 µm aufweisen. Für die Gegenlauffläche der Kolbenstange gilt eine Oberflächenrauheit von Ra ≤ 0,4 µm.
Bis zu einem Durchmesser von 25 mm muss die SNI35 in einem axial offenen Einbauraum montiert werden. Bei Durchmessern über 25 mm kann die Dichtung in einer geschlossenen, eingeschnittenen Nut montiert werden.
Scharfe Kanten müssen entgratet und mit nahtlosen Fasen und Radien versehen werden. Reinigen Sie den Einbauraum sorgfältig und entfernen Sie Staub, Schmutz, Metallspäne und andere Verunreinigungen.
Ziehen Sie die Dichtung nicht über scharfe Kanten, Gewindeenden oder Aussparungen wie Passfedernuten. Verwenden Sie bei Bedarf eine Montagehülse, um das Profil während der Montage zu schützen. Ölen oder fetten Sie die Kolbenstange vor der Montage.
Lagern Sie die SNI35 bei einer Temperatur unter 25 °C. Vermeiden Sie direkte Wärmequellen, direkte Sonneneinstrahlung und Kondenswasserbildung im Lagerraum.
Die Dichtung darf weder Ozon noch ionisierender Strahlung ausgesetzt werden. Die Lagerungsempfehlungen basieren auf der Revision der ISO 2230 vom 16.09.1992.
Prüfen Sie zunächst die erforderlichen Abmessungen der Kolbenstange und der Einbaunut. Stimmen Sie anschließend die Einbaurichtung auf die einseitige Druckbelastung ab und bestimmen Sie anhand des Durchmessers, ob eine axial offene oder eine geschlossene, eingeschnittene Nut benötigt wird.
Berücksichtigen Sie außerdem den Temperaturbereich von -30 bis +100 °C, die maximale Gleitgeschwindigkeit von 0,5 m/s und den maximalen Druck von 40 MPa. Prüfen Sie auch das Medium, die Oberflächenanforderungen, die Montagebedingungen und mögliche compoundspezifische Zulassungen.