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Ein WAD Radialwellendichtring ist eine doppeltwirkende radiale Wellendichtung zur dynamischen Abdichtung rotierender Maschinenteile. Das Profil zeichnet sich durch zwei entgegengesetzt angeordnete Dichtlippen aus und wird hauptsächlich eingesetzt, um unterschiedliche Medien voneinander getrennt zu halten. Die Dichtwirkung ist unabhängig von der Drehrichtung der Welle. Dadurch kann der WAD unter anderem bei rotierenden Wellen, Naben und Wellensystemen eingesetzt werden.
Die entgegengesetzt angeordneten Dichtlippen liegen an der Oberfläche der Welle an. Die Zugfedern unterstützen den Kontakt zwischen den Dichtlippen und der Welle während der Rotation. Bei Stillstand der Maschine sorgen die Dichtlippen ebenfalls für eine gute statische Abdichtung. Das WAD-Profil verfügt über keine separate Schutzlippe.
Der Außenmantel des WAD Radialwellendichtrings ist vollständig mit Gummi ummantelt. Dieser Außenmantel sorgt für einen festen Sitz und eine gute statische Abdichtung in der Gehäusebohrung. Der WAD ist mit einem Dichtungswerkstoff aus NBR oder FKM erhältlich. Die Werkstoffauswahl wird auf das Medium, die Temperatur und die übrigen Betriebsbedingungen abgestimmt.
Der WAD Radialwellendichtring besteht aus zwei entgegengesetzt angeordneten Dichtlippen, Zugfedern, einem metallischen Versteifungsring und einem gummierten Außenmantel. Der Dichtungsteil wird aus NBR oder FKM hergestellt. Für den Versteifungsring wird unlegierter Stahl nach DIN EN 10139, früher DIN 1624, verwendet. Die Zugfedern bestehen aus Federstahl nach DIN EN 10270-1.
Die Außenseite des Profils ist vollständig mit Gummi ummantelt. Eine separate Schutzlippe ist nicht vorhanden. Durch die gegenüberliegend angeordneten Dichtlippen verfügt der WAD über eine doppeltwirkende Ausführung. Dadurch kann die Dichtung zwei Seiten voneinander trennen und verhindern, dass sich unterschiedliche Medien miteinander vermischen.
Der WAD Radialwellendichtring wurde hauptsächlich für Anwendungen entwickelt, bei denen unterschiedliche Medien voneinander getrennt bleiben müssen. Die beiden Dichtlippen sind in entgegengesetzter Richtung angeordnet. Dadurch kann jede Dichtlippe eine Seite der Anwendung abdichten. Dies macht das Profil doppeltwirkend und unterscheidet den WAD von einem einfachwirkenden Radialwellendichtring mit nur einer Dichtlippe.
Die Dichtlippen übernehmen während der Rotation der Welle die dynamische Abdichtung. Ihre Funktion ist unabhängig von der Drehrichtung. Bei stillstehender Welle bleibt zwischen den Dichtlippen und der Wellenoberfläche eine gute statische Abdichtung bestehen. Der gummierte Außenmantel dichtet gleichzeitig den Übergang zwischen Radialwellendichtring und Gehäusebohrung ab.
Der WAD Radialwellendichtring eignet sich zur Abdichtung rotierender Maschinenteile wie Wellen, Naben und Wellensysteme. Die doppeltwirkende Konstruktion wird hauptsächlich eingesetzt, wenn zwei unterschiedliche Medien voneinander getrennt bleiben müssen. Die entgegengesetzt angeordneten Dichtlippen dichten beide Seiten des Profils ab und helfen dadurch zu verhindern, dass sich die vorhandenen Medien miteinander vermischen.
Das WAD-Profil verfügt über ein breites Anwendungsspektrum und ist für durchschnittlich anspruchsvolle Anwendungen in der allgemeinen Industrie vorgesehen. Der gummierte Außenmantel kann Unterschiede in der thermischen Ausdehnung ausgleichen. Dies ist beispielsweise bei Gehäusen aus Leichtmetall relevant. Die gummierte Außenseite kann darüber hinaus bei Gehäusen mit größerer Oberflächenrauheit und bei geteilten Gehäusen eine gute Dichtwirkung bieten.
Auch bei niedrigviskosen oder gasförmigen Medien bietet das Profil eine gute statische Dichtwirkung. Weitere Vorteile sind die lange Lebensdauer, die zuverlässige Konstruktion und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Eignung eines WAD Radialwellendichtrings hängt weiterhin unter anderem vom Medium, dem gewählten Werkstoff, dem Druck, der Temperatur, der Umfangsgeschwindigkeit und der Ausführung des Einbauraums ab.
Das wichtigste Merkmal des WAD Radialwellendichtrings ist die Konstruktion mit zwei entgegengesetzt angeordneten Dichtlippen. Jede Lippe dichtet eine Seite der rotierenden Welle ab. Dadurch kann das Profil eingesetzt werden, um zwei unterschiedliche Medien innerhalb einer Anwendung voneinander getrennt zu halten. Die Dichtlippen werden durch Zugfedern gegen die Wellenoberfläche gedrückt.
Zwischen den beiden Dichtlippen befindet sich ein separater Zwischenraum. Dieser Raum kann bei der Montage zu etwa 40 % mit Fett gefüllt werden. Das Profil verfügt über keine zusätzliche Schutzlippe. Prüfen Sie daher stets, ob die doppeltwirkende Konstruktion ohne Schutzlippe zu den Verunreinigungen, Medien und übrigen Bedingungen der vorgesehenen Anwendung passt.
Der vollständig gummierte Außenmantel des WAD Radialwellendichtrings sorgt für einen festen Sitz in der Gehäusebohrung. Gleichzeitig unterstützt diese Außenseite die statische Abdichtung zwischen Radialwellendichtring und Gehäuse. Dies ist unter anderem bei niedrigviskosen und gasförmigen Medien relevant, bei denen eine zuverlässige Abdichtung entlang der Außenseite gewünscht ist.
Die Gummierung kann Unterschiede in der thermischen Ausdehnung ausgleichen, beispielsweise bei einem Gehäuse aus Leichtmetall. Der Außenmantel bietet darüber hinaus bei größerer Oberflächenrauheit des Gehäuses und bei geteilten Gehäusen eine gute Dichtwirkung. Für einen korrekten Sitz müssen die vorgeschriebene Oberflächenrauheit und Gehäusetoleranz eingehalten werden.
Der WAD Radialwellendichtring ist mit einem Dichtungswerkstoff aus NBR oder FKM erhältlich. Beide Werkstoffe verfügen über unterschiedliche Temperaturbereiche und Medienbeständigkeiten. Die richtige Werkstoffauswahl wird durch die Medien auf beiden Seiten der Dichtung, die Temperatur und die übrigen Betriebsbedingungen bestimmt. Da der WAD hauptsächlich zur Trennung unterschiedlicher Medien eingesetzt wird, muss der Werkstoff für den Kontakt auf beiden Seiten geeignet sein.
NBR kann bei Temperaturen von -40 bis +80 °C eingesetzt werden und ist kurzzeitig bis +100 °C belastbar. Der Werkstoff bietet eine gute chemische Beständigkeit gegenüber verschiedenen Mineralölen, Fetten und Hydraulikflüssigkeiten. Auch der Einsatz mit Wasser ist bis maximal +60 °C möglich.
FKM besitzt einen Temperaturbereich von -25 bis +150 °C. Der Werkstoff bietet eine gute Beständigkeit gegenüber mineralischen und synthetischen Ölen und Fetten, verschiedenen Kraftstoffen und bestimmten Kohlenwasserstoffen. Für sowohl NBR als auch FKM beträgt die maximale Umfangsgeschwindigkeit des WAD-Profils 6 m/s. Die maximalen technischen Werte können nicht zwangsläufig alle gleichzeitig erreicht werden.
Ein WAD Radialwellendichtring aus NBR eignet sich für einen Temperaturbereich von -40 bis +80 °C. Kurzzeitig kann der Werkstoff bis +100 °C belastet werden. NBR besitzt eine gute chemische Beständigkeit gegenüber verschiedenen Mineralölen und Fetten, einschließlich Hydraulikflüssigkeiten der Typen H, HL und HLP.
Darüber hinaus kann NBR mit schwer entflammbaren Hydraulikflüssigkeiten der Typen HFA und HFB eingesetzt werden. Für HFC-Flüssigkeiten gilt eine maximale Temperatur von etwa +50 °C. Bei Kontakt mit Wasser beträgt die maximale Temperatur +60 °C. NBR weist eine geringe Beständigkeit gegenüber Ozon, Witterungseinflüssen und Alterung auf. Dies sollte bei einer entsprechenden Umweltexposition berücksichtigt werden.
Ein WAD Radialwellendichtring aus FKM besitzt einen Temperaturbereich von -25 bis +150 °C. FKM bietet eine gute chemische Beständigkeit gegenüber Mineralölen und -fetten, synthetischen Ölen und Fetten, Motoröl, Getriebeöl und ATF-Öl. Diese Öle können bis zu einer Temperatur von etwa +150 °C eingesetzt werden.
Der Werkstoff ist darüber hinaus beständig gegenüber Kraftstoffen, schwer entflammbaren HFD-Druckflüssigkeiten sowie aliphatischen, aromatischen und chlorierten Kohlenwasserstoffen. Bei der Verwendung mit Wasser gilt eine maximale Temperatur von +60 °C. FKM besitzt eine sehr gute Beständigkeit gegenüber Ozon, Witterungseinflüssen und Alterung. Prüfen Sie bei einem doppeltwirkenden WAD stets, ob FKM für die Medien auf beiden Seiten der Dichtung geeignet ist.
Für eine zuverlässige Funktion des WAD Radialwellendichtrings müssen der maximale Druck, die Temperatur und die Umfangsgeschwindigkeit eingehalten werden. Der maximal zulässige Druck beträgt 0,03 MPa. Die maximale Umfangsgeschwindigkeit beträgt 6 m/s. Diese Geschwindigkeitsgrenze gilt sowohl für die NBR- als auch für die FKM-Ausführung. Für den zulässigen Temperaturbereich gelten je nach Dichtungswerkstoff unterschiedliche Werte.
Ein WAD Radialwellendichtring aus NBR besitzt einen Temperaturbereich von -40 bis +80 °C. Kurzzeitig kann NBR bis +100 °C belastet werden. Für eine Ausführung aus FKM gilt ein Temperaturbereich von -25 bis +150 °C.
Die genannten Werte für Druck, Temperatur und Umfangsgeschwindigkeit sind Maximalwerte und können nicht zwangsläufig alle gleichzeitig erreicht werden. Auch die Medien auf beiden Seiten der Dichtung, die Werkstoffbeständigkeit, der Einbauraum sowie der Zustand von Welle und Gehäuse beeinflussen die Einsatzfähigkeit. Beurteilen Sie daher stets die vollständige Kombination der Betriebsbedingungen. Die Eignung des ausgewählten WAD Radialwellendichtrings muss unter den tatsächlichen Betriebsbedingungen geprüft und getestet werden. Dadurch kann festgestellt werden, ob die Abmessungen, der Werkstoff und die doppeltwirkende Ausführung korrekt auf die Betriebsumgebung abgestimmt sind.
Der WAD Radialwellendichtring kann bei einem maximalen Druck von 0,03 MPa eingesetzt werden. Die maximal zulässige Umfangsgeschwindigkeit beträgt 6 m/s. Diese Grenzwerte beziehen sich auf das WAD-Profil und gelten zusätzlich zu den werkstoffabhängigen Temperaturbereichen von NBR und FKM.
Der maximale Druck, die maximale Umfangsgeschwindigkeit und die maximale Temperatur dürfen nicht automatisch miteinander kombiniert werden. Eine höhere Belastung in einem Bereich kann die Belastbarkeit innerhalb der übrigen Einsatzgrenzen beeinflussen. Auch die verwendeten Medien und die Bedingungen auf beiden Seiten der Dichtlippen spielen eine Rolle. Prüfen Sie daher die gesamte Anwendung und testen Sie, ob der ausgewählte WAD Radialwellendichtring unter den tatsächlichen Betriebsbedingungen ordnungsgemäß funktioniert.
Die verfügbaren Zulassungen und Zertifikate hängen vom gewählten Werkstoff und dem spezifischen Compound ab, aus dem der WAD Radialwellendichtring hergestellt ist. Daher gilt nicht automatisch dieselbe Zertifizierung für jede Ausführung aus NBR oder FKM. Wenn für eine Anwendung eine bestimmte Zulassung oder Konformität erforderlich ist, muss diese für den ausgewählten Compound separat geprüft werden.
Beachten Sie hierzu das gültige Werkstoffdatenblatt des jeweiligen Compounds. Darin ist angegeben, welche aktuellen Zulassungen und Zertifikate für den Werkstoff gelten. Allein die allgemeine Werkstoffbezeichnung NBR oder FKM reicht nicht aus, um festzustellen, ob ein Radialwellendichtring eine bestimmte Zertifizierungsanforderung erfüllt. Prüfen Sie dies daher stets vor der Auswahl oder Bestellung der Dichtung.
Der Einbauraum für den WAD Radialwellendichtring muss entsprechend DIN 3760 ausgeführt werden. Eine korrekte Dimensionierung und Oberflächenqualität von Welle und Gehäusebohrung sind für den Sitz und die Dichtwirkung von Bedeutung. Für die Rundheit der Welle gilt die Toleranzklasse IT8. Die Welle muss frei von Drall, Graten und anderen Beschädigungen sein, die die beiden Dichtlippen während der Montage oder des Betriebs beschädigen können.
Für die Wellenoberfläche gilt eine Oberflächenrauheit von Rz 1,0 bis 4,0 µm. Die Mindesthärte der Wellenoberfläche beträgt 45 HRC. Die Toleranzzone der Welle muss ISO h11 entsprechen. Für das Gehäuse gilt eine Oberflächenrauheit von Rz 10 bis 20 µm. Die Toleranzzone der Gehäusebohrung muss ISO H8 entsprechen.
Diese technischen Bedingungen unterstützen die korrekte Funktion beider Dichtlippen und des gummierten Außenmantels. Eine abweichende Passung, eine beschädigte Wellenoberfläche oder eine ungeeignete Oberflächenrauheit können die Dichtwirkung beeinträchtigen. Prüfen und reinigen Sie daher vor der Montage des WAD Radialwellendichtrings die gesamte Einbauumgebung.
Die Welle, auf der der WAD Radialwellendichtring montiert wird, muss der Toleranzzone ISO h11 entsprechen. Für die Rundheit gilt die Toleranzklasse IT8. Die Wellenoberfläche muss eine Rauheit von Rz 1,0 bis 4,0 µm und eine Mindesthärte von 45 HRC aufweisen. Drall, Grate und Beschädigungen der Wellenoberfläche sind nicht zulässig.
Für die Gehäusebohrung gilt die Toleranzzone ISO H8. Die Oberflächenrauheit des Gehäuses muss zwischen Rz 10 und 20 µm liegen. Der gesamte Einbauraum muss entsprechend DIN 3760 ausgeführt werden. Durch die Einhaltung dieser Maß-, Härte- und Oberflächenanforderungen werden ein guter Sitz und eine zuverlässige Funktion beider Dichtlippen und des gummierten Außenmantels unterstützt.
Reinigen Sie den Einbauraum sorgfältig, bevor der WAD Radialwellendichtring montiert wird. Entfernen Sie Staub, Schmutz, Metallspäne und andere Verunreinigungen vollständig. Ziehen Sie die Dichtung während der Montage nicht über scharfe Kanten, Gewindeenden oder Aussparungen wie Passfedernuten. Wenn sich solche Bereiche nicht vermeiden lassen, müssen sie während der Montage mit einer geeigneten Montagehülse abgedeckt werden.
Der Raum zwischen den beiden Dichtlippen kann zu etwa 40 % mit Fett gefüllt werden. Fetten Sie den Radialwellendichtring selbst oder den Einbauraum vor der Montage nicht ein. Setzen Sie den WAD sorgfältig und gerade auf die Welle. Die Dichtung darf während der Montage nicht verkanten.
Lagern Sie WAD Radialwellendichtringe bei einer Temperatur unter +25 °C. Setzen Sie die Dichtungen weder direkter Sonneneinstrahlung noch direkten Wärmequellen aus. Vermeiden Sie Kondenswasserbildung im Lagerraum und schützen Sie die Radialwellendichtringe vor Ozon und ionisierender Strahlung. Diese Lagerbedingungen entsprechen den Empfehlungen der ISO 2230. Eine saubere, trockene und geeignete Lagerumgebung trägt dazu bei, eine unnötige Belastung des Elastomers vor dem Einsatz zu vermeiden.
Reinigen Sie vor der Montage die Welle, die Gehäusebohrung und den gesamten Einbauraum. Entfernen Sie Schmutz, Staub und Metallspäne, die die Dichtlippen oder die Wellenoberfläche beschädigen können. Ziehen Sie den WAD Radialwellendichtring nicht über scharfe Kanten, Gewinde oder Passfedernuten. Verwenden Sie bei Bedarf eine Montagehülse, um diese Bereiche vorübergehend abzudecken.
Der Raum zwischen den beiden Dichtlippen kann zu etwa 40 % mit Fett gefüllt werden. Fetten Sie die übrigen Teile der Dichtung oder den Einbauraum vor der Montage nicht ein. Setzen Sie den WAD anschließend sorgfältig und gerade auf die Welle. Verhindern Sie ein Verkanten des Radialwellendichtrings während der Montage und prüfen Sie vorher alle vorgeschriebenen Toleranzen und Oberflächenwerte.
Lagern Sie WAD Radialwellendichtringe bei einer Lagertemperatur unter +25 °C. Setzen Sie die Dichtungen keiner direkten Sonneneinstrahlung aus und halten Sie sie von direkten Wärmequellen fern. Der Lagerraum muss trocken sein und darf keine Kondenswasserbildung aufweisen. Schützen Sie die Radialwellendichtringe außerdem vor Ozon und ionisierender Strahlung.
Diese Bedingungen tragen dazu bei, dass der Dichtungswerkstoff während der Lagerung nicht unnötig durch Wärme, Licht, Feuchtigkeit oder Strahlung beeinflusst wird. Eine geeignete Lagerumgebung unterstützt den Erhalt der Eigenschaften des Elastomers bis zur Montage des Radialwellendichtrings. Die Lagerbedingungen für das WAD-Profil basieren auf den Empfehlungen zur Lagerung von Elastomerprodukten gemäß ISO 2230.
Bei der Auswahl eines WAD Radialwellendichtrings müssen die Abmessungen, der Dichtungswerkstoff und die Betriebsbedingungen gemeinsam beurteilt werden. Prüfen Sie zunächst, welche Innen-, Außen- und Breitenabmessungen für Welle und Gehäusebohrung erforderlich sind. Bestimmen Sie anschließend, welche beiden Medien voneinander getrennt werden müssen und ob NBR oder FKM hierfür die erforderliche Beständigkeit bietet.
NBR besitzt einen Temperaturbereich ab -40 °C und bietet eine gute Beständigkeit gegenüber verschiedenen Mineralölen, Fetten und Hydraulikflüssigkeiten. FKM kann bis +150 °C eingesetzt werden und besitzt eine gute Beständigkeit gegenüber mineralischen und synthetischen Ölen, Kraftstoffen und verschiedenen Kohlenwasserstoffen. Der ausgewählte Werkstoff muss für die Medien auf beiden Seiten der Dichtung geeignet sein.
Prüfen Sie außerdem, ob der maximale Druck von 0,03 MPa und die maximale Umfangsgeschwindigkeit von 6 m/s nicht überschritten werden. Berücksichtigen Sie auch die Ausführung ohne Schutzlippe. Die Toleranzen, Oberflächenrauheit und Härte von Welle und Gehäuse müssen den technischen Anforderungen entsprechen. Wenn eine bestimmte Zulassung oder Zertifizierung erforderlich ist, muss diese für den ausgewählten Compound separat geprüft werden.