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Ein WAO Radialwellendichtring ist eine radiale Wellendichtung zur dynamischen Abdichtung rotierender Maschinenteile. Das Profil verfügt über eine Dichtlippe ohne Zugfeder und ist nicht mit einer zusätzlichen Schutzlippe ausgestattet. Die Dichtwirkung während der Rotation ist unabhängig von der Drehrichtung der Welle. Dadurch kann der WAO bei linksdrehenden, rechtsdrehenden oder wechselnd drehenden Wellen eingesetzt werden.
Das Profil wird unter anderem zur Abdichtung von Fett verwendet. Darüber hinaus eignet sich der WAO als untergeordnete Abdichtung gegen Staub, Schmutz und Spritzwasser, beispielsweise bei Elektromotoren. Da die Dichtlippe keine Zugfeder besitzt, bietet sie bei stillstehender Welle nur eine begrenzte statische Abdichtung. Diese Eigenschaft muss bei der Auswahl berücksichtigt werden.
Der Außenmantel des WAO Radialwellendichtrings ist vollständig mit Gummi ummantelt. Dieser Außenmantel sorgt für einen festen Sitz und eine gute statische Abdichtung in der Gehäusebohrung. Der WAO ist mit einem Dichtungswerkstoff aus NBR oder FKM erhältlich. Der gewählte Werkstoff muss auf die Temperatur, das Medium und die Umgebungsbedingungen der Anwendung abgestimmt sein.
Der WAO Radialwellendichtring besteht aus einem Dichtungsteil aus NBR oder FKM, einem metallischen Versteifungsring und einem vollständig gummierten Außenmantel. Für den Versteifungsring wird unlegierter Stahl nach DIN EN 10139, früher DIN 1624, verwendet. Der metallische Ring unterstützt die Form und Stabilität der Dichtung in der Gehäusebohrung.
Die Dichtlippe des WAO-Profils besitzt keine Zugfeder. Auch eine separate Schutzlippe ist nicht vorhanden. Diese einfache Konstruktion unterscheidet den WAO von federbelasteten Radialwellendichtringen. Die gummierte Außenseite sorgt für den Sitz und die statische Abdichtung im Gehäuse, während die federlose Dichtlippe die dynamische Abdichtung an der rotierenden Welle übernimmt.
Die Dichtlippe des WAO Radialwellendichtrings liegt ohne Unterstützung einer Zugfeder an der Oberfläche der Welle an. Während der Rotation entsteht dadurch eine dynamische Abdichtung zwischen der rotierenden Welle und dem feststehenden Gehäuse. Die Funktion ist unabhängig von der Drehrichtung der Welle. Der WAO kann daher bei unterschiedlichen Drehrichtungen eingesetzt werden.
Bei Stillstand bietet der Kontakt zwischen der federlosen Dichtlippe und der Wellenoberfläche nur eine begrenzte statische Abdichtung. Der gummierte Außenmantel sorgt jedoch für einen festen Sitz und eine Abdichtung in der Gehäusebohrung. Das Profil eignet sich dadurch insbesondere für Anwendungen, bei denen Fett, Staub, Schmutz oder Spritzwasser ohne Druckbelastung abgedichtet werden müssen.
Der WAO Radialwellendichtring eignet sich zur Abdichtung von Fett bei rotierenden Maschinenteilen. Darüber hinaus kann das Profil als untergeordnete Abdichtung verwendet werden, um eine Anwendung gegen Staub, Schmutz oder Spritzwasser zu schützen. Ein genanntes Anwendungsbeispiel ist der Schutz von Elektromotoren. Die federlose Dichtlippe übernimmt die dynamische Abdichtung und arbeitet unabhängig von der Drehrichtung der Welle.
Durch das Fehlen einer Zugfeder entsteht eine Konstruktion mit geringer Reibung. Dadurch eignet sich der WAO für Anwendungen, bei denen eine leichtlaufende Abdichtung gewünscht ist und keine Druckbelastung vorliegt. Der gummierte Außenmantel kann Unterschiede in der thermischen Ausdehnung ausgleichen, beispielsweise bei Gehäusen aus Leichtmetall. Darüber hinaus unterstützt diese Außenseite die Abdichtung bei größerer Oberflächenrauheit und bei geteilten Gehäusen.
Weitere Vorteile sind die lange Lebensdauer, das breite Anwendungsspektrum und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Der WAO ist für durchschnittlich anspruchsvolle Anwendungen in der allgemeinen Industrie vorgesehen. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl die begrenzte statische Abdichtung zwischen der federlosen Dichtlippe und der Welle während des Stillstands.
Der WAO Radialwellendichtring kann zur Abdichtung von Fett an einer rotierenden Welle eingesetzt werden. Die federlose Dichtlippe liegt während der Rotation an der Wellenoberfläche an und übernimmt dadurch die dynamische Abdichtung. Da keine Zugfeder vorhanden ist, weist das Profil eine geringe Reibung auf. Die maximal zulässige Umfangsgeschwindigkeit beträgt 6 m/s.
Der WAO darf nicht unter Druck eingesetzt werden. Das Profil ist daher insbesondere für Fettabdichtungen vorgesehen, bei denen kein Druckunterschied über der Dichtlippe vorhanden ist. Bei stillstehender Welle bietet die Dichtlippe nur eine begrenzte statische Abdichtung. Prüfen Sie daher im Voraus, ob diese Eigenschaften zur Funktion und zu den Stillstandszeiten der jeweiligen Anwendung passen.
Neben der Abdichtung von Fett kann der WAO als untergeordnete Abdichtung gegen Staub, Schmutz oder Spritzwasser eingesetzt werden. Eine solche Abdichtung bildet eine zusätzliche Barriere, die dazu beiträgt, dass Verunreinigungen empfindliche Bereiche der Anwendung nicht erreichen. Der WAO kann hierfür beispielsweise bei Elektromotoren verwendet werden.
Das Profil besitzt keine separate Schutzlippe, sondern nutzt die federlose Hauptdichtlippe als einfache Schutzdichtung. Der WAO ist daher für untergeordnete Dichtfunktionen und nicht für Anwendungen mit Druckbelastung vorgesehen. Prüfen Sie bei der Auswahl, welche Verunreinigungen vorhanden sind, wie sich die Welle bewegt und ob die begrenzte statische Abdichtung im Stillstand für die vorgesehene Anwendung ausreichend ist.
Der vollständig gummierte Außenmantel des WAO Radialwellendichtrings sorgt für einen festen Sitz in der Gehäusebohrung. Gleichzeitig unterstützt diese Außenseite die statische Abdichtung zwischen Radialwellendichtring und Gehäuse. Dadurch kann entlang der Außenseite eine gute statische Dichtwirkung erzielt werden, auch bei niedrigviskosen oder gasförmigen Medien.
Die Gummierung kann Unterschiede in der thermischen Ausdehnung ausgleichen, beispielsweise bei Verwendung eines Gehäuses aus Leichtmetall. Darüber hinaus kann der Außenmantel bei größerer Oberflächenrauheit des Gehäuses und bei geteilten Gehäusen eine gute Dichtwirkung bieten. Für einen korrekten Sitz müssen die vorgeschriebene Oberflächenrauheit und Gehäusetoleranz eingehalten werden.
Der WAO Radialwellendichtring ist mit einem Dichtungswerkstoff aus NBR oder FKM erhältlich. Beide Werkstoffe verfügen über unterschiedliche Temperaturbereiche und Medienbeständigkeiten. Die richtige Werkstoffauswahl wird durch das abzudichtende Medium, die Temperatur und die Umgebungsbedingungen bestimmt. Für beide Werkstoffausführungen gilt beim WAO-Profil eine maximale Umfangsgeschwindigkeit von 6 m/s.
NBR kann bei Temperaturen von -40 bis +80 °C eingesetzt werden und ist kurzzeitig bis +100 °C belastbar. Der Werkstoff bietet eine gute chemische Beständigkeit gegenüber verschiedenen Mineralölen, Fetten und Hydraulikflüssigkeiten. Auch der Einsatz mit Wasser ist bis maximal +60 °C möglich.
FKM besitzt einen Temperaturbereich von -25 bis +150 °C. Der Werkstoff bietet eine gute Beständigkeit gegenüber mineralischen und synthetischen Ölen und Fetten, Motoröl, Getriebeöl, ATF-Öl, Kraftstoffen und verschiedenen Kohlenwasserstoffen. Bei der Auswahl zwischen NBR und FKM müssen alle Betriebsbedingungen gemeinsam beurteilt werden. Die maximale Temperatur und Umfangsgeschwindigkeit können nicht ohne Weiteres gleichzeitig erreicht werden.
Ein WAO Radialwellendichtring aus NBR eignet sich für einen Temperaturbereich von -40 bis +80 °C. Kurzzeitig kann der Werkstoff bis +100 °C belastet werden. NBR besitzt eine gute chemische Beständigkeit gegenüber verschiedenen Mineralölen und Fetten, einschließlich Hydraulikflüssigkeiten der Typen H, HL und HLP.
Darüber hinaus kann NBR mit schwer entflammbaren Hydraulikflüssigkeiten der Typen HFA und HFB eingesetzt werden. Für HFC-Flüssigkeiten gilt eine maximale Temperatur von etwa +50 °C. Bei Kontakt mit Wasser beträgt die maximale Temperatur +60 °C. NBR weist eine geringe Beständigkeit gegenüber Ozon, Witterungseinflüssen und Alterung auf. Dies sollte berücksichtigt werden, wenn die Dichtung Umwelteinflüssen ausgesetzt ist.
Ein WAO Radialwellendichtring aus FKM besitzt einen Temperaturbereich von -25 bis +150 °C. FKM bietet eine gute chemische Beständigkeit gegenüber Mineralölen und -fetten, synthetischen Ölen und Fetten, Motoröl, Getriebeöl und ATF-Öl. Diese Öle können bis zu einer Temperatur von etwa +150 °C eingesetzt werden.
Der Werkstoff ist darüber hinaus beständig gegenüber Kraftstoffen, schwer entflammbaren HFD-Druckflüssigkeiten sowie aliphatischen, aromatischen und chlorierten Kohlenwasserstoffen. Bei der Verwendung mit Wasser gilt eine maximale Temperatur von +60 °C. FKM besitzt eine sehr gute Beständigkeit gegenüber Ozon, Witterungseinflüssen und Alterung. Dadurch eignet sich der Werkstoff für Anwendungen, bei denen eine höhere Temperatur oder eine bessere Umweltbeständigkeit erforderlich ist, als NBR bieten kann.
Für eine zuverlässige Funktion des WAO Radialwellendichtrings müssen die maximale Temperatur und Umfangsgeschwindigkeit eingehalten werden. Das Profil ist nicht für Anwendungen mit Druckbelastung geeignet. Der maximal zulässige Druck beträgt 0 MPa. Die maximale Umfangsgeschwindigkeit beträgt 6 m/s. Diese Geschwindigkeitsgrenze gilt sowohl für die NBR- als auch für die FKM-Ausführung.
Ein WAO Radialwellendichtring aus NBR besitzt einen Temperaturbereich von -40 bis +80 °C. Kurzzeitig kann NBR bis +100 °C belastet werden. Für eine Ausführung aus FKM gilt ein Temperaturbereich von -25 bis +150 °C.
Die genannten Werte für Temperatur und Umfangsgeschwindigkeit sind Maximalwerte und können nicht zwangsläufig gleichzeitig erreicht werden. Auch das Medium, die Werkstoffbeständigkeit, der Einbauraum und der Zustand von Welle und Gehäuse beeinflussen die Einsatzfähigkeit. Beurteilen Sie daher stets die vollständige Kombination der Betriebsbedingungen. Die Eignung des ausgewählten WAO Radialwellendichtrings muss unter den tatsächlichen Betriebsbedingungen geprüft und getestet werden. Dadurch kann festgestellt werden, ob die Abmessungen, der Werkstoff und die federlose Ausführung zur Betriebsumgebung passen.
Der maximal zulässige Druck für den WAO Radialwellendichtring beträgt 0 MPa. Das Profil darf daher nur in Anwendungen eingesetzt werden, bei denen kein Druckunterschied über der Dichtlippe vorhanden ist. Für beide Werkstoffausführungen gilt außerdem eine maximale Umfangsgeschwindigkeit von 6 m/s.
Der WAO ist hauptsächlich für die Abdichtung von Fett und für untergeordnete Dichtfunktionen gegen Staub, Schmutz oder Spritzwasser vorgesehen. Die federlose Dichtlippe bietet im Stillstand nur eine begrenzte statische Abdichtung. Prüfen Sie daher nicht nur Geschwindigkeit und Temperatur, sondern auch die Druckverhältnisse und die erforderliche Dichtwirkung bei stillstehender Welle. Testen Sie die ausgewählte Ausführung unter den tatsächlichen Betriebsbedingungen der Anwendung.
Die verfügbaren Zulassungen und Zertifikate hängen vom gewählten Werkstoff und dem spezifischen Compound ab, aus dem der WAO Radialwellendichtring hergestellt ist. Daher gilt nicht automatisch dieselbe Zertifizierung für jede Ausführung aus NBR oder FKM. Wenn für eine Anwendung eine bestimmte Zulassung oder Konformität erforderlich ist, muss diese für den ausgewählten Compound separat geprüft werden.
Beachten Sie hierzu das gültige Werkstoffdatenblatt des jeweiligen Compounds. Darin ist angegeben, welche aktuellen Zulassungen und Zertifikate für den Werkstoff gelten. Allein die allgemeine Werkstoffbezeichnung NBR oder FKM reicht nicht aus, um festzustellen, ob ein Radialwellendichtring eine bestimmte Zertifizierungsanforderung erfüllt. Prüfen Sie dies daher stets vor der Auswahl oder Bestellung der Dichtung.
Der Einbauraum für den WAO Radialwellendichtring muss entsprechend DIN 3760 ausgeführt werden. Eine korrekte Dimensionierung und Oberflächenqualität von Welle und Gehäusebohrung sind für den Sitz und die Dichtwirkung von Bedeutung. Für die Rundheit der Welle gilt die Toleranzklasse IT8. Die Welle muss frei von Drall, Graten und anderen Beschädigungen sein, die die federlose Dichtlippe während der Montage oder des Betriebs beschädigen können.
Für die Wellenoberfläche gilt eine Oberflächenrauheit von Rz 1,0 bis 4,0 µm. Die Mindesthärte der Wellenoberfläche beträgt 45 HRC. Die Toleranzzone der Welle muss ISO h11 entsprechen. Für das Gehäuse gilt eine Oberflächenrauheit von Rz 10 bis 20 µm. Die Toleranzzone der Gehäusebohrung muss ISO H8 entsprechen.
Diese technischen Bedingungen unterstützen die korrekte Funktion der Dichtlippe und des gummierten Außenmantels. Eine abweichende Passung, eine beschädigte Wellenoberfläche oder eine ungeeignete Oberflächenrauheit können die Dichtwirkung beeinträchtigen. Prüfen und reinigen Sie daher vor der Montage des WAO Radialwellendichtrings die gesamte Einbauumgebung.
Die Welle, auf der der WAO Radialwellendichtring montiert wird, muss der Toleranzzone ISO h11 entsprechen. Für die Rundheit gilt die Toleranzklasse IT8. Die Wellenoberfläche muss eine Rauheit von Rz 1,0 bis 4,0 µm und eine Mindesthärte von 45 HRC aufweisen. Drall, Grate und Beschädigungen der Wellenoberfläche sind nicht zulässig.
Für die Gehäusebohrung gilt die Toleranzzone ISO H8. Die Oberflächenrauheit des Gehäuses muss zwischen Rz 10 und 20 µm liegen. Der gesamte Einbauraum muss entsprechend DIN 3760 ausgeführt werden. Durch die Einhaltung dieser Maß-, Härte- und Oberflächenanforderungen werden ein guter Sitz und eine zuverlässige Funktion der federlosen Dichtlippe und des gummierten Außenmantels unterstützt.
Reinigen Sie den Einbauraum sorgfältig, bevor der WAO Radialwellendichtring montiert wird. Entfernen Sie Staub, Schmutz, Metallspäne und andere Verunreinigungen vollständig. Ziehen Sie die Dichtung während der Montage nicht über scharfe Kanten, Gewindeenden oder Aussparungen wie Passfedernuten. Wenn sich solche Bereiche nicht vermeiden lassen, müssen sie während der Montage mit einer geeigneten Montagehülse abgedeckt werden.
Fetten Sie den WAO Radialwellendichtring oder den Einbauraum vor der Montage nicht ein. Setzen Sie die Dichtung vorsichtig und gerade auf die Welle. Der Radialwellendichtring darf während der Montage nicht verkanten. Prüfen Sie vor der Montage außerdem, ob Welle und Gehäusebohrung den vorgeschriebenen Toleranzen und Oberflächenwerten entsprechen.
Lagern Sie WAO Radialwellendichtringe bei einer Temperatur unter +25 °C. Setzen Sie die Dichtungen weder direkter Sonneneinstrahlung noch direkten Wärmequellen aus. Vermeiden Sie Kondenswasserbildung im Lagerraum und schützen Sie die Radialwellendichtringe vor Ozon und ionisierender Strahlung. Diese Lagerbedingungen entsprechen den Empfehlungen der ISO 2230. Eine saubere, trockene und geeignete Lagerumgebung trägt dazu bei, eine unnötige Belastung des Elastomers vor der Montage zu vermeiden.
Reinigen Sie vor der Montage die Welle, die Gehäusebohrung und den gesamten Einbauraum. Entfernen Sie Schmutz, Staub und Metallspäne, die die Dichtlippe oder die Wellenoberfläche beschädigen können. Ziehen Sie den WAO Radialwellendichtring nicht über scharfe Kanten, Gewinde oder Aussparungen wie Passfedernuten. Verwenden Sie bei Bedarf eine Montagehülse, um diese Bereiche vorübergehend abzudecken.
Fetten Sie den Radialwellendichtring oder den Einbauraum vor der Montage nicht ein. Setzen Sie den WAO anschließend sorgfältig und gerade auf die Welle. Verhindern Sie ein Verkanten der Dichtung während der Montage. Prüfen Sie vorher, ob Welle und Gehäuse den vorgeschriebenen Toleranzen, Härte- und Oberflächenwerten entsprechen, damit Dichtlippe und gummierter Außenmantel korrekt funktionieren können.
Lagern Sie WAO Radialwellendichtringe bei einer Lagertemperatur unter +25 °C. Setzen Sie die Dichtungen keiner direkten Sonneneinstrahlung aus und halten Sie sie von direkten Wärmequellen fern. Der Lagerraum muss trocken sein und darf keine Kondenswasserbildung aufweisen. Schützen Sie die Radialwellendichtringe außerdem vor Ozon und ionisierender Strahlung.
Diese Bedingungen tragen dazu bei, dass der Dichtungswerkstoff während der Lagerung nicht unnötig durch Wärme, Licht, Feuchtigkeit oder Strahlung beeinflusst wird. Eine geeignete Lagerumgebung unterstützt den Erhalt der Eigenschaften des Elastomers bis zur Montage des Radialwellendichtrings. Die Lagerbedingungen für das WAO-Profil basieren auf den Empfehlungen zur Lagerung von Elastomerprodukten gemäß ISO 2230.
Bei der Auswahl eines WAO Radialwellendichtrings müssen die Abmessungen, der Dichtungswerkstoff und die Betriebsbedingungen gemeinsam beurteilt werden. Prüfen Sie zunächst, welche Innen-, Außen- und Breitenabmessungen für Welle und Gehäusebohrung erforderlich sind. Bestimmen Sie anschließend, ob NBR oder FKM am besten zum Medium, zur Temperatur und zu den Umgebungsbedingungen passt.
NBR besitzt einen Temperaturbereich ab -40 °C und bietet eine gute Beständigkeit gegenüber verschiedenen Mineralölen, Fetten und Hydraulikflüssigkeiten. FKM kann bis +150 °C eingesetzt werden und besitzt eine gute Beständigkeit gegenüber mineralischen und synthetischen Ölen, Kraftstoffen und verschiedenen Kohlenwasserstoffen. Berücksichtigen Sie bei beiden Werkstoffen die genannten Einschränkungen.
Prüfen Sie außerdem, ob die Anwendung vollständig drucklos ist und die maximale Umfangsgeschwindigkeit von 6 m/s nicht überschritten wird. Berücksichtigen Sie die federlose Dichtlippe, die Ausführung ohne Schutzlippe und die begrenzte statische Abdichtung zwischen Dichtlippe und stillstehender Welle. Wenn eine bestimmte Zulassung oder Zertifizierung erforderlich ist, muss diese für den ausgewählten Compound separat geprüft werden.