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Der K70 ist eine doppeltwirkende Dichtung zur Abdichtung von Kolben in Hydrauliksystemen. Das Profil ist für eine Druckbelastung von beiden Seiten ausgelegt und kann in der mobilen und stationären Hydraulik eingesetzt werden.
Die Kolbendichtung besteht aus einem asymmetrischen TPU-Profil und einem O-Ring aus NBR. Dieser O-Ring übernimmt sowohl eine Dichtfunktion als auch die Vorspannung des Grundelements.
Das Grundelement des K70 besteht aus TPU. Innerhalb dieses Grundelements befindet sich ein O-Ring aus NBR. Das Profil besitzt einen festen Sitz am Innendurchmesser und ist an den Stirnflächen mit Noppen versehen.
Der K70 besitzt außerdem eine zweite Dichtkante. Diese Dichtkante unterstützt die Dichtwirkung des Nutrings bei statischer und dynamischer Belastung.
Der K70 ist eine doppeltwirkende Kolbendichtung und kann deshalb von beiden Seiten mit Druck beaufschlagt werden. Diese Funktion macht das Profil für hydraulische Anwendungen geeignet, bei denen die Druckrichtung während des Betriebs wechseln kann.
Der O-Ring sorgt für die Vorspannung des TPU-Grundelements. Die Kombination aus vorgespanntem Grundelement und zweiter Dichtkante unterstützt eine gute statische und dynamische Dichtwirkung.
An den Stirnflächen des K70 befinden sich Noppen. Laut Datenblatt ermöglichen diese Noppen eine schnelle Aktivierung der Dichtung und einen schnellen Druckaufbau.
Die Noppen sind damit ein funktioneller Bestandteil des Profils. Diese Elemente müssen bei der Montage unbeschädigt bleiben, damit die Konstruktion entsprechend ihrer Auslegung funktionieren kann.
Die hydraulische K70 Kolbendichtung ist für die mobile und stationäre Hydraulik sowie für mittelschwere Anwendungen vorgesehen. Das Profil kann auch als Alternative zum KPOR30 und KPOR130 verwendet werden.
Zu den genannten Vorteilen gehören eine ausgezeichnete Dichtwirkung bei niedrigem Druck, eine gute statische und dynamische Abdichtung, geringe Reibung und eine hohe Verschleißfestigkeit. Das Profil bietet außerdem einen schnellen Druckaufbau und eine hohe Extrusionssicherheit.
Das Datenblatt beschreibt den K70 als firmeneigene Konstruktion mit einem breiten Einsatzspektrum in unterschiedlichen Branchen und für verschiedene Anforderungen. Außerdem werden Qualität, Langlebigkeit, Sicherheit und günstige Gesamtbetriebskosten als Produkteigenschaften genannt.
Das Grundelement des K70 besteht aus TPU. Der als Dichtungs- und Vorspannelement dienende O-Ring besteht aus NBR.
Bei der Auswahl müssen beide Werkstoffe in Verbindung mit dem verwendeten Medium, der Temperatur, dem Druck, der Gleitgeschwindigkeit und den Bedingungen im Einbauraum beurteilt werden.
Der K70 eignet sich für Hydrauliköle nach DIN 51524 Teil 1-3 und für Schmieröle. Die Kolbendichtung kann außerdem mit Schmierfetten auf Mineralölbasis verwendet werden.
Zu den angegebenen Medien gehören auch die schwer entflammbaren Hydraulikflüssigkeiten HFA, HFB und HFC nach VCMA 24317. Bei der Auswahl ist zu prüfen, ob das verwendete Medium sowohl für das TPU-Grundelement als auch für den NBR O-Ring geeignet ist.
Für die hydraulische K70 Kolbendichtung gilt ein Temperaturbereich von -30 bis +100 °C. Die maximale Gleitgeschwindigkeit beträgt 0,5 m/s und der maximal zulässige Druck beträgt 25 MPa.
Bei den angegebenen Einsatzgrenzen handelt es sich um Maximalwerte, die möglicherweise nicht alle gleichzeitig erreicht werden können. Die Eignung der Dichtung muss deshalb anhand der vollständigen Kombination aus Temperatur, Druck, Gleitgeschwindigkeit, Medium und Einbaubedingungen beurteilt werden.
Aktuelle Informationen zu Zulassungen und Zertifikaten enthält das für den jeweiligen Werkstoff gültige Werkstoffdatenblatt. Diese Informationen hängen von der spezifischen Mischung ab und können daher im Produktdatenblatt nicht vollständig aufgeführt werden.
Das Zylindergehäuse und der Kolben müssen mit Fasen versehen werden, um Beschädigungen der Dichtung zu vermeiden. Länge und Winkel dieser Montagefasen müssen der Einbauraumzeichnung entsprechen.
Für die Nutflanken gilt eine Oberflächenrauheit von Ra ≤ 3 µm. Der Nutgrund muss eine Oberflächenrauheit von Ra ≤ 1,8 µm aufweisen. Für die Gegenlauffläche gilt eine Oberflächenrauheit von Ra ≤ 0,3 µm.
Der K70 muss in einer geschlossenen, eingestochenen Nut montiert werden. Scharfe Kanten müssen entgratet und mit nahtlosen Fasen und Radien versehen werden. Der Einbauraum ist vor der Montage sorgfältig zu reinigen. Staub, Schmutz, Metallspäne und andere Verunreinigungen müssen entfernt werden.
Die Dichtung darf bei der Montage nicht über scharfe Kanten, Gewindeenden oder Aussparungen wie Passfedernuten gezogen werden. Verwenden Sie bei Bedarf eine Montagehülse, um das Profil während der Montage zu schützen.
Durch das Erwärmen der Dichtung in Öl auf 80 °C wird der Dichtungswerkstoff elastischer und die Montage erleichtert. Fetten Sie die Kolbendichtung ein, bevor der Zylinder montiert wird.
Rollen Sie den O-Ring nicht über die Montageflächen und verdrehen Sie ihn beim Einrasten in die Nut nicht. Der O-Ring muss korrekt positioniert bleiben, damit er als Dichtungs- und Vorspannelement funktionieren kann.
Der K70 muss bei einer Temperatur unter 25 °C gelagert werden. Direkte Wärmequellen, direkte Sonneneinstrahlung und Kondenswasserbildung im Lagerraum sind zu vermeiden. Die Dichtung darf weder Ozon noch ionisierender Strahlung ausgesetzt werden.
Die Lagerungsempfehlungen basieren auf der Revision der ISO 2230 vom 16.09.1992. Bei der Lagerung sind alle genannten Umgebungsbedingungen zu beachten.
Prüfen Sie bei der Auswahl einer hydraulischen K70 Kolbendichtung zunächst die erforderlichen Abmessungen, den verfügbaren Einbauraum und die doppeltwirkende Druckbelastung. Prüfen Sie außerdem, ob die geschlossene Nut für die Montage des TPU-Grundelements und des NBR O-Rings geeignet ist.
Berücksichtigen Sie anschließend den Temperaturbereich von -30 bis +100 °C, die maximale Gleitgeschwindigkeit von 0,5 m/s und den maximalen Druck von 25 MPa. Diese Werte können möglicherweise nicht alle gleichzeitig erreicht werden. Prüfen Sie zusätzlich das Medium, die Oberflächenanforderungen, die Montagebedingungen und mögliche mischungsabhängige Zulassungen.